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"Die im Dunkeln sieht man nicht ..."

11. DRK-Medienpreis 2017 in der Landesvertretung Bremen vergeben

Die drei Gewinner des DRK-Medienpreises (v.l.): Kristin Herman (Print), Jens Schellhass (Hörfunk) und Daniela Agostini (Fernsehen) © DRK Bremen |om Maelsa, jpg, 98.2 KB
Die drei Gewinner des DRK-Medienpreises (v.l.): Kristin Herman (Print), Jens Schellhass (Hörfunk) und Daniela Agostini (TV)
© DRK Bremen |om Maelsa


Bewegende Schicksale, die sich im Verborgenen abspielen, standen bei der diesjährigen Preisverleihung des DRK-Medienpreises im Mittelpunkt. Die insgesamt mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde für Beiträge vergeben, die Schicksale von Helfern und Hilfen zeigen, die nicht in den Schlagzeilen waren. Die Arbeiten seien geprägt davon, unsichtbares sichtbar zu machen, betonte DRK-Botschafterin Maybrit Illner, die den Festakt in der Bremer Landesvertretung in Berlin moderierte.

Im Beisein von DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters wurden Redakteurinnen und Redakteure aus den Mediengattungen Print, Hörfunk und Fernsehen ausgezeichnet, deren Beiträge sich mit sozialen und gesellschaftlichen Themen beschäftigen und sich an den Grundsätzen des Roten Kreuzes orientierten. Erstmals waren unter den Gewinnern zwei Beiträge aus Bremen.

So wie die Redakteurin Kristin Hermann, die zwei Wochen lang die Crew des Flüchtlingsschiffs „Aquarius“ begleitet hatte und schließlich selbst zur Helferin wurde. „Sie nannten mich Schwester“ – ist der Titel des Dossiers, das im Weser-Kurier erschienen ist und in der Kategorie Print ausgezeichnet wurde.

Die weiteren Preise in den Gattungen Hörfunk und Fernsehen erhielten Jens Schellhass und Daniela Agostini. Jens Schellhass hatte mit seiner von Radio Bremen für die ARD produzierten Reportage „Die Illegalen“, einen Beitrag über Flüchtlinge, die ohne Aussicht auf Asyl, illegal in Deutschland leben, eingereicht. Daniela Agostini hatte die Jury mit ihrem vom SWR ausgestrahlten Film „Gute Pflege – eine Frage der Haltung“ überzeugt. Dieser Film zeigt, wie trotz marktüblicher finanzieller Bedingungen sehr qualitätsvolle und menschenwürdige Pflege im Altersheim möglich ist.

„Mit eindringlichen journalistischen Darstellungsformen lenken diese Beiträge unseren Blick auf das soziale Engagement, das sich oft im Hintergrund hält – und sie machen menschliche Schicksale, die sich im Verborgenen abspielen, für die Öffentlichkeit sichtbar. Damit prägen sie auch das gesellschaftliche Bewusstsein“, erklärte Torsten Meinberg, Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks. LOTTO stiftet gemeinsam mit dem Roten Kreuz Bremen den DRK-Medienpreis.

Bereits zum elften Mal hat das Deutsche Rote Kreuz mit dem Medienpreis journalistische Arbeiten gewürdigt, die sich mit sozialen Themen und den Grundsätzen des Roten Kreuzes beschäftigen. Der DRK-Medienpreis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert. Aus 242 Einsendungen hatte eine achtköpfige Jury die preiswürdigen Beiträge ausgewählt. Schirmherr und Jury-Vorsitzender ist Christian Weber, der Präsident der Bremischen Bürgerschaft.

Fernseh-Moderatorin Maybrit Illner führte durch die Preisverleihung und erläuterte mit Blick auf den Stifter: „Das Gewinnen hatte hier wenig mit Glück zu tun, sondern mit echter Hingabe und Talent.“
Der DRK-Medienpreis ist eine Idee des Bremer Roten Kreuzes. Damit stellt das Rote Kreuz Beiträge heraus, die den Grundsätzen der Hilfsorganisation in besonderer Weise entsprechen: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität. Das Preisgeld wird mit Unterstützung eines Sponsors gestiftet, in diesem Jahr zum zweiten Mal von LOTTO.

Der Medienpreis würdigt seit elf Jahren jeweils zum Weltrotkreuztag (8.Mai) journalistische Arbeiten aus Print, Hörfunk und Fernsehen. Zum Jubiläum der zehnten Vergabe fand die Verleihung im vergangenen Jahr erstmals auf Bremer Boden in Berlin statt. In seiner Begrüßungsansprache in der Bremer Vertretung würdigte Bremens Bevollmächtigte des Bundes und für Europa Ulrike Hiller das Rote Kreuz als Garant für Solidarität und Menschlichkeit.