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Ein Abend für Hans Koschnik

Erinnerungen an den Bremer Brückenbauer für den Frieden

Staatsrätin Ulrike Hiller, Parlamentspräsident Christian Weber, Prof. Dr. Bernd Neumann, Marieluise Beck, Hans Jessen, Wolfgang Eichwede, jpg, 306.7 KB
Staatsrätin Ulrike Hiller, Parlamentspräsident Christian Weber, Prof. Dr. Bernd Neumann, Marieluise Beck, Hans Jessen, Wolfgang Eichwede
© BBEE


Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „brem.talk – hans jessen und gäste“ lud die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, gestern (29.11.2016) zu einem „Abend für Hans Koschnick“ in die Landesvertretung Bremen in Berlin ein.

Zusammen mit Freunden, Weggefährten und Experten wurde an das Leben und Schaffen Hans Koschnicks erinnert, der am 21. April 2016 im Alter von 87 Jahren verstarb. Staatsrätin Hiller begrüßte rund 100 geladenen Gäste, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den Botschaften Israel, Bosnien und Herzegowina, Russland, Polen, Rumänien und Namibia.

Der Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber, wies in seiner Begrüßung auf die großen Verdienste des ehemaligen Bürgermeisters für die Freie Hansestadt Bremen hin. In seiner Video-Botschaft erinnerte Außenminister Frank-Walter Steinmeier an Hans Koschnicks unerschütterlichen Glauben an die Versöhnung und Verständigung zwischen den Völkern. Die Aussage Hans Koschnicks „Wo gesprochen wird, da fallen keine Schüsse“ sei auch zu seinem Antrieb geworden, so Steinmeier.

In der anschließenden, von dem früheren ARD-Journalisten Hans Jessen moderierten Podiumsdiskussion beschrieb Prof. Dr. h.c. Bernd Neumann, wie aus langjährigen politischen Kontrahenten letztendlich Freunde werden konnte: „Verlässlichkeit, Kompromissfähigkeit, Kameradschaft waren herausragende Eigenschaften von Hans Koschnick“. Der ehemalige Kulturstaatsminister erinnerte an die großen Sympathien, die Hans Koschnick quer alle Bevölkerungsgruppen entgegenschlugen und an seine Gradlinigkeit auch in schwierigen Situation wie bei der Schließung der AG Weser.

Marieluise Beck MdB berichtete, dass der „Bremer Brückenbauer für den Frieden“ bis heute hohes Ansehen in Ost- und Süd-Ost-Europa genieße und stellte seine pragmatische und zugleich entschlossene Art (Außen-)Politik zu betreiben heraus. Auch Wolfgang Eichwede, ehemaliger Direktor Osteuropa Institut Bremen, würdigte Koschnicks Leistung beim Aufbau der Städtepartnerschaft Bremen-Gdañsk / Danzig und bei der Aussöhnung zwischen Deutschland und Polen.

Die Koschnick-Biografin Karla Müller-Tupath erinnerte an den großen Bremer Bürgermeister, der sich stets um den Zusammenhalt der Gesellschaft sorgte und der „heute als Ansprechpartner und Ratgeber fehlt“.