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Gehen, Ankommen, Hiersein

Ausstellung "100% mensch" erzählt die Geschichten von Zugewanderten in Bremen

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Plakat zur Ausstellung "100% mensch"
© BBEE

Ab Montag, den 12. März 2018, zeigt die Vertretung des Landes Bremen beim Bund die Ausstellung „100% mensch“. Für das Projekt hat der „Kulturladen Huchting“ 100 Menschen mit Migrationshintergrund porträtiert, die in dem Stadtteil im Bremer Süden leben und arbeiten. Ihre individuellen Geschichten von Heimat, Aufbruch, Hiersein und Zukunft sind mit unterschiedlichen künstlerischen Mitteln ins Bild gesetzt worden.

Die Berliner Ausstellung zeigt eine Auswahl von 23 großformatigen Foto-Porträts. Darin eingearbeitet sind biographische Motive, die etwas vermitteln über die Porträtierten, ihre Wurzeln oder die Menschen, die sie auf ihrem Weg in die deutsche Gesellschaft begleitet haben.

In Audioporträts berichten die Beteiligten darüber, welche Faktoren zur erfolgreichen Integration beigetragen haben. Auf kalligraphisch gestalteten Koffer beschreiben die Porträtierten in Gedichtform, was ihnen das Gefühl gibt, „angekommen“ zu sein.

Die Bevollmächtigte des Landes Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staatsrätin Ulrike Hiller, betonte anlässlich der Ausstellungseröffnung: „Um die Geschichte der Migration in Deutschland erzählen zu können, müssen wir die Geschichten der Zugewanderten kennen. Die Porträtsammlung leistet hierzu einen wertvollen Beitrag.“

Die Ausstellung „100% mensch“ des „Kulturladens Huchting“ ist bis zum 29. Juni 2018 in der Landesvertretung Bremen beim Bund, Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, zu sehen (werktags von 10.00 bis 15.30 Uhr, freitags bis 13.30 Uhr). Um Anmeldung wird gebeten.

Begleitprogramm der Ausstellung

Im Begleitprogramm der Ausstellung lädt die Landesvertretung Bremen beim Bund am Donnerstag, den 7. Juni 2018, ab 19.00 Uhr zu einer Diskussion mit anschließendem Konzert der „ZollhausBoys“, eine Gruppe von vier jungen syrischen „Bremer Neubürgern“.

Der „Kulturladen Huchting“ ist eine Stadtkultureinrichtung, die Angebote der kulturellen Bildung unter anderem in den Bereichen Musik, Tanz, Theater, Foto und Video, Bildende Kunst und Sprachen an alle Alters- und Bevölkerungsgruppen in dem Stadtteil und darüber hinaus richtet. Seit 2006 entwickelt der Kulturladen schwerpunktmäßig stadtteilbezogene interkulturelle und interreligiöse Projekte, die sich künstlerisch mit den Themen Migration, Integration, Heimat, Flucht und Ankommen sowie gemeinsamen Zukunftsperspektiven auseinandersetzen.

Die Vertretung des Landes Bremen beim Bund versteht sich als Interessenvertretung auf politischer Ebene und präsentiert die Vielfalt des Zwei-Städte-Staates unter anderem durch Diskussionsveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen oder andere kulturelle Events.