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Kunst im Vollzug

Ausstellung "Mauern öffnen" zeigt Werke von Gefangenen der JVA Bremen

Foto: (v.l.): Staatssekretär Ulrich Kelber, Frank Laukötter, Staatsrätin Ulrike Hiller, Hans-Henning Hoff © Jürgen Sendel, jpg, 55.7 KB
Foto: (v.l.): Staatssekretär Ulrich Kelber, Frank Laukötter, Staatsrätin Ulrike Hiller, Hans-Henning Hoff
© Jürgen Sendel


Die Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, Staaträtin Ulrike Hiller, und der Verein „Mauern öffnen e.V.“ haben am Donnerstag (7.7.2016.) zur Ausstellungseröffnung von „Mauern öffnen in Berlin“ in die Bremer „Kulturbotschaft“ in Berlin eingeladen.

In der von Frank Laukötter kuratierten Ausstellung werden ausgewählte Skulpturen und Werke des seit 1978 existierenden Projekts in der JVA Bremen gezeigt, dessen Ziel die Förderung der Resozialisierung von Gefangenen ist.

Staatsrätin Ulrike Hiller wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass das bundesweite Vorzeige-Projekt damals von den Ressorts Kultur und Justiz mitgegründet wurde, auch um Kunst im öffentlichen Raum zu fördern: „Bremen war damals die erste Stadt in Deutschland, die Kunst im öffentlichen Raum als staatliches bzw. kommunales Kunstprogramm formulierte“ so Staatsrätin Hiller.

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, Ulrich Kelber, hob in seinem Grußwort den bundesweiten Vorbildcharakter des Projekts und Vereins für neue Ansätze bei Resozialisierungsmaßnahmen von Gefangenen hervor.

[FETTMehr als 400 Skulpturen in Bremen zu sehen]

Hans-Henning Hoff vom Verein „Mauern öffnen e.V“ beschrieb die Entwicklung des Vereins, der 1997 gegründet wurde und neben der Erwachsenenwerkstatt seit 2001 auch eine Jugendwerkstatt und seit 2006 eine Außenwerkstatt betreibt.

„Die Arbeit gibt Strafgefangenen die Möglichkeit, eigenverantwortlich unter Anleitung qualifizierter Künstlerinnen und Künstler die Arbeitsgrundlagen für einen zukünftigen Arbeitsplatz zu erwerben: Konzentriertes Arbeiten, Einhalten von Regeln, gegenseitiger Respekt und manuelle Fertigkeiten.“, so Hoff bei der Vernissage.

Mittlerweile befinden sich mehr als 400 Skulpturen im öffentlichen Raum in Bremen. Im Rahmen der Vernissage las zudem Heinrich Lintze aus dem Buch „Tierisch Bremisch“ und rundete einen bunten und interessanten Eröffnungsabend ab.

Die Ausstellung ist bis zum 12. August 2016 in der Landesvertretung Bremen in Berlin zu sehen.