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Tiergarten zeugt von Partnerschaft mit Berlin

Feierstunde zur Erinnerung an Bremens Baumspende für den Tiergarten 1949

Das Gruppenfoto zeigt (von links nach rechts): Frank Hanf (Landesvertretung Bremen), Edzard Reuter, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel sowie Bezirksstadträtin Sabine Weiß. | Copyright: BBEE, JPG, 258.8 KB
Das Gruppenfoto zeigt (von links nach rechts): Frank Hanf (Landesvertretung Bremen), Edzard Reuter, Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel und Bezirksstadträtin Sabine Weiß
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In Erinnerung an den Beginn der Wiederaufforstung des Berliner Tiergartens vor 70 Jahren lud das Bezirksamt Mitte von Berlin an diesem Sonntag (17.03.2019) zum Empfang in die Ver-tretung des Landes beim Bund in Berlin ein. Am 17. März 1949 hatte der damalige Oberbürgermeister von Berlin, Ernst Reuter, in dem im Zuge des Zweiten Weltkrieges schwer beschädigten Tiergarten einen Baum gepflanzt, der bis heute als Symbol für den Neubeginn gilt. Zum Gedenken an diesen historischen Tag pflanzte sein Sohn Edzard Reuter nun neben der sog. Reuter-Linde einen jungen Baum.

Beim anschließenden Empfang in der bremischen Repräsentanz erinnerte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel an den bremischen Beitrag zur Wiederaufforstung des Berliner Tier-gartens. Nach einer Besichtigung der nahezu zerstörten Parkanlage ließ der damalige Bremer Bürgermeister Wilhelm Kaisen im Jahr 1949 rund 30.000 Jungpflanzen als Geschenk des Bremer Senats nach Berlin bringen. Im Rahmen eines Notstandsprogramms wurde der Tiergarten in den Jahren 1949 bis 1959 wieder aufgeforstet. Zahlreiche weitere westdeutsche Städte folgten dem Bremer Beispiel.

Bezirksbürgermeister übergibt junge Ahornbäume als Dank an Bremen

Bezirksbürgermeister von Dassel betonte: „Die Wiederaufforstung des Tiergarten zeigt, wie sehr Ernst Reuter damals in die Zukunft gedacht hat. Es zeigt uns, was sich mit Visionen erreichen lässt und wie man Dinge positiv verändern kann. Bremens Spende war der Start zur Wiederaufforstung.“

Als Dankeschön überreichten Bezirksbürgermeister von Dassel und Bezirksstadträtin Sabine Weiß dem Leiter der Landesvertretung Bremen beim Bund in Berlin zwei junge Ahornpflanzen. Dienststellenleiter Frank Hanf richtete sich in seinem Grußwort auch an Edzard Reuter: „Ihr Vater hatte so viel Hoffnung und Glauben an die Zukunft, dass er gesagt hat, wir forsten den Tiergarten wieder auf. Es ist eine Freude, dass Bremen dies in föderaler Solidarität unterstützen konnte. Wir werden sehr darauf achten, dass die Verbundenheit zwischen unseren beiden Stadtstaaten auch in Zukunft weiter wächst.“

Bereits am Freitag (15.03.2019) hatten der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der Präsident des Bremer Senats, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, mit einem gemeinsamen Besuch am Bremer Gedenkstein nahe der Siegessäule an die bremische Baum-spende erinnert. Der mit einer Kogge verzierte Stein, der 1950 errichtet wurde, befindet sich am Bremer Weg, der parallel zur Straße des 17. Juni von der S-Bahn-Station Tiergarten bis zum Brandenburger Tor in Mitte führt.