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"Bremen und Bremerhaven sind Erasmus-Städte"

Anhörung in Bremen zur künftigen Erasmus-Verordnung 2021

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Anhörung zur Zukunft des Erasmus-Programms | Foto: BBEE , jpg, 180.6 KB
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Anhörung zum Erasmus-Programm
© BBEE


„Bremen und Bremerhaven sind Erasmus-Städte“ – mit diesem Bekenntnis eröffnete Staatsrätin Ulrike Hiller, Bevollmächtigte der Freien Hansestadt Bremen beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit, eine Anhörung zur Zukunft des Erasmus-Programms, das am heutigen Montag in Bremen stattfand. Gut 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Hochschulen, Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft und Verwaltung waren der Einladung der Bevollmächtigten in den EuropaPunktBremen gefolgt.

Als Mitglied im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) wurde Ulrike Hiller mit der Erarbeitung einer Stellungnahme zum Erasmus-Programm 2021-2027 betraut. Die Anhörung in Bremen war der erste Teil eines Konsultationsprozesses, welcher der Stellungnahme des AdR vorausgeht. Der zweite Teil folgt am 4. September in Brüssel. Alfons Scholten, Vorsitzender des Europäischen Bundes für Bildung und Wissenschaft, unterstützt als Experte die Erarbeitung der Stellungnahme.

Die aktuelle Förderperiode endet im Jahr 2020. Der nun vorliegende Vorschlag der Europäischen Kommission für das Nachfolgeprogramm sieht eine Verdoppelung der Finanzausstattung vor, mit dem Ziel, die Zahl der Teilnehmenden zu verdreifachen. Dies wurde von den Interessenträgern, die an der Anhörung teilnahmen, einhellig begrüßt, gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass dies ein sehr ambitioniertes Ziel sei.

Das sehr positiv aufgenommene Vorhaben, insbesondere benachteiligten jungen Menschen Auslandserfahrungen zu ermöglichen, sei mit erhöhten Anforderungen an die Träger verbunden – dafür sei eine deutliche Erhöhung der Mittel gerechtfertigt.

Einigkeit gab es auch hinsichtlich des Verwaltungsaufwandes: Insbesondere für kleine Betriebe und Schulen sowie für Organisationen, die von Ehrenamtlichen getragen werden, sei eine Bewerbung für Erasmus-Mittel zu umfangreich. Eine deutliche Vereinfachung wurde gefordert. Auch eine erhöhte Sichtbarkeit des Erasmus-Programms wurde von allen gewünscht. Oft sei gar nicht bekannt, dass das Erasmus-Programm nicht nur für Studierende, sondern auch für die schulische und berufliche Bildung sowie für die non-formale Bildung und den Sport offensteht.

Neben den Anforderungen an die europäische Ebene beschäftigten sich die Bremer Interessenträger aber auch mit Verbesserungen vor Ort. So wurde verabredet, auch über die Grenzen der Bildungsbereiche hinaus in engem Austausch zu bleiben, um Erfahrungen zu teilen und das Programm sichtbarer zu machen.